Vom Aufmaß zur Montage:
wie ein Auftrag abläuft
Wer noch nie mit einer Schreinerei gebaut hat, weiß meist nicht, was auf ihn zukommt — und was wir von ihm brauchen. Hier steht es der Reihe nach.
Das erste Gespräch
Am Anfang steht die Nutzung, nicht das Möbel. Wer kocht, wie oft, mit wie vielen Händen? Was steht heute im Weg, was soll verschwinden? Aus diesen Antworten wird der Entwurf — und nicht aus einem Katalogblatt.
Hilfreich ist alles, was den Raum zeigt: ein paar Fotos aus verschiedenen Ecken, ungefähre Maße, und wenn vorhanden ein Grundriss. Wenn Ihnen etwas gefällt, zeigen Sie es uns — auch wenn es nur ein Ausschnitt ist. Aus einem Bild lesen wir schneller heraus, worauf es Ihnen ankommt, als aus zehn Sätzen.
Was wir in diesem Gespräch schon sagen: ob Ihre Vorstellung in den Raum passt, was daran teuer wird und wo es eine einfachere Lösung gibt, die dasselbe leistet.
Das Aufmaß vor Ort
Ohne Aufmaß gibt es kein belastbares Angebot. Der Grund ist banal: Wände sind selten im Lot, Böden selten in der Waage, und Ecken haben fast nie neunzig Grad. Wir messen mit Laser und von Hand nach, nehmen Schrägen und Sprünge auf und schauen dorthin, wo später etwas anschließt — Steckdosen, Wasseranschlüsse, Heizkörper, Fußleisten, die Öffnungsrichtung von Türen.
Bei uns kommt zum Aufmaß jemand, der das Stück später auch baut. Das ist der Grund, warum bei der Montage selten etwas fehlt: Wer misst, weiß, warum er misst.
Angebot und Entscheidung
Im Angebot steht, was gebaut wird, aus welchem Holz, mit welcher Oberfläche und welchen Beschlägen. Diese drei Punkte bestimmen den Preis stärker als die Größe. Wenn Ihnen der Unterschied zwischen geölt und lackiert oder zwischen Eiche und Nussbaum nichts sagt: fragen Sie danach, wir legen Muster vor.
Änderungen sind bis zum Beginn der Fertigung problemlos. Danach werden sie teuer, weil Zuschnitt und Beschläge schon festliegen. Deshalb nehmen wir uns die Zeit, vorher durchzugehen, wo etwas hingehört und wie hoch, breit, tief.
Die Fertigung
Gebaut wird in der Werkstatt in Kirrweiler. Die Vorlaufzeit hängt an der Auslastung; nennen Sie uns Ihren Termin früh, dann können wir ihn einplanen. Das Holz lagert vor der Bearbeitung im Haus und stellt sich auf ein normales Raumklima ein — verarbeitet man es zu feucht, arbeitet das Möbel beim Kunden weiter.
Den Takt geben am Ende die Trockenzeiten der Oberfläche vor, nicht die Arbeitszeit an der Maschine. Jeder Auftrag muss durchtrocknen, bevor der nächste kommt. Das ist der Grund, warum ein Möbel Wochen braucht, obwohl daran nur Tage gearbeitet wird.
Montage und danach
Montiert wird von denselben Leuten, die gebaut haben. Sie sollten den Raum leer und zugänglich haben, und wenn Anschlüsse gesetzt werden müssen, sollten Elektriker oder Installateur mit uns abgestimmt sein — wir sagen rechtzeitig, was wo gebraucht wird.
Im ersten Jahr arbeitet Massivholz am stärksten, besonders im ersten Winter mit Heizung. Wenn danach eine Tür nachgestellt oder eine Schublade nachjustiert werden muss, ist das kein Mangel, sondern normal — melden Sie sich, wir kommen vorbei.
Aufmaß statt Schätzung
Ein Angebot aus der Ferne ist geraten. Wir messen vorher — mit dem, der das Stück später baut.
Drei Dinge machen den Preis
Holzart, Oberfläche und Beschläge bestimmen mehr als die Größe. Dafür legen wir Muster vor.
Trockenzeit ist keine Wartezeit
Wochen bis zur Montage sind Oberfläche, nicht Trödelei. Nennen Sie uns Ihren Termin früh.
Häufige Fragen
Ein erstes Aufmaß mit Beratung rechnen wir bei einer anschließenden Beauftragung nicht gesondert ab. Sprechen Sie uns beim Termin darauf an, dann ist es geklärt, bevor jemand etwas annimmt.
Ja, das ist bei Objektaufträgen der Regelfall. Wir prüfen die Zeichnung gegen den tatsächlichen Bestand und melden zurück, wo sich beides nicht deckt — das ist häufiger, als man denkt.
Der Schwerpunkt liegt zwischen Neustadt, Landau und Speyer. Bei Objekt- und Denkmalaufträgen sind wir auch darüber hinaus unterwegs; fragen Sie einfach an.
Dann kommen wir wieder. Bei Maßarbeit ist Nacharbeit Teil des Auftrags und keine Kulanz — deshalb messen wir lieber einmal mehr, bevor wir zuschneiden.
Kontakt aufnehmen
Sie haben ein Projekt im Kopf? Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.
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