Holztreppen
Die Treppe wird täglich benutzt und ist trotzdem das Bauteil, an dem man am schnellsten spart. Beides zusammen geht selten gut aus.
Jede Treppe ist ein Einzelstück
Eine Treppe ergibt sich aus Geschosshöhe, Deckenöffnung und dem Platz, der im Grundriss übrig ist — drei Werte, die praktisch nie zweimal gleich sind. Steigungsverhältnis und Auftritt folgen daraus, und daran entscheidet sich, ob man die Treppe später gern benutzt oder nicht. Wir messen deshalb vor Ort auf und rechnen die Treppe für Ihr Haus, statt eine vorhandene Bauform hineinzuzwingen.
Die warmen Farbtöne und die weiche Haptik von Holz sind dabei ein Element, das sich in fast jede Umgebung einfügt — vom Fachwerkhaus bis zum modernen Anbau.
Neue Treppe oder vorhandene sanieren
Nicht jede alte Treppe muss weichen. Häufig ist die Unterkonstruktion tragfähig, während die Trittflächen abgelaufen sind und das Geländer wackelt. Dann lässt sich die Treppe abschleifen und neu behandeln, einzelne Stufen ersetzen oder eine vorhandene Betontreppe mit Holz belegen. Das ist schneller, günstiger und im Altbau oft die stimmigere Lösung.
Bei historischen Treppen kommt hinzu, dass Wangen, Geländer und gedrechselte Stäbe zum Haus gehören. Solche Teile arbeiten wir auf und ergänzen fehlende Stücke passend zum Bestand, statt sie zu ersetzen.
Oberfläche und Trittsicherheit
Geölte oder matt lackierte Holztreppen sind griffig und nicht rutschiger als andere Beläge. Hochglänzende Versiegelungen können in Kombination mit Socken glatter werden — die setzen wir für Treppen deshalb selten ein. Zur Pflege genügt nebelfeuchtes Wischen ohne stehendes Wasser, und die stark begangene Trittfläche darf ein- bis zweimal im Jahr etwas Pflegeöl bekommen.
Wo zusätzliche Sicherheit gefragt ist, etwa in Hotels oder bei älteren Bewohnern, arbeiten wir auf Wunsch feine Rutschhemmungen in die Stufen ein.
Neue Treppen
Nach Aufmaß gerechnet und gefertigt, abgestimmt auf Geschosshöhe, Deckenöffnung und den vorhandenen Platz.
Sanierung
Abschleifen und neu behandeln, einzelne Stufen ersetzen, Geländer aufarbeiten — statt Komplettabriss.
Betontreppe belegen
Vorhandene Rohtreppen mit Holz belegen: warm im Auftritt, leiser im Klang, deutlich freundlicher im Raum.
Häufige Fragen
Geölte oder matt lackierte Holztreppen sind griffig und nicht rutschiger als andere Beläge. Kritisch werden nur hochglänzende Versiegelungen in Kombination mit Socken — die verwenden wir für Treppen deshalb selten. Auf Wunsch arbeiten wir zusätzlich feine Rutschhemmungen in die Stufen ein.
Nebelfeucht wischen, kein stehendes Wasser. Die stark begangene Trittfläche darf ein- bis zweimal im Jahr etwas Pflegeöl bekommen; das frischt den Schutz auf und lässt Gebrauchsspuren verschwinden. Scheuermittel und stark alkalische Reiniger greifen die Oberfläche an und sollten wegbleiben.
Meist ja. Knarren entsteht durch Bewegung zwischen Stufe und Wange oder durch gelöste Verbindungen, die sich über die Jahre gesetzt haben. Oft lässt sich das durch Nachkeilen, Verleimen oder gezieltes Nachverbinden beheben, ohne die Treppe auszubauen. Wir sehen uns an, woher das Geräusch kommt, bevor wir etwas ersetzen.
Ja, und das ist eine gängige Lösung im Neubau wie in der Sanierung. Die Rohtreppe bleibt als Tragwerk stehen und bekommt Trittstufen aus Holz, meist mit passenden Setzstufen und einem neuen Geländer. Das Ergebnis wirkt wärmer und ist deutlich leiser als der nackte Beton.
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