Fensterläden
aus Holz
Der Fensterladen ist das Bauteil am Haus, das am meisten aushalten muss. Ob er zwanzig Jahre hält oder fünf, entscheidet sich in der Konstruktion.
Witterungsbeständig heißt: konstruktiv, nicht chemisch
Ein Fensterladen hängt ungeschützt vor der Fassade — Regen von vorn, Sonne den ganzen Tag, im Winter Frost. Kein Anstrich der Welt hält das dauerhaft aus, wenn die Konstruktion Wasser stehen lässt. Deshalb entscheidet sich die Lebensdauer zuerst am Aufbau: Wasser muss ablaufen können, Hirnholz gehört geschützt, waagerechte Flächen bekommen Gefälle, und die Verbindungen werden so ausgeführt, dass keine Feuchtigkeit in die Fuge zieht.
Erst danach kommt die Oberfläche. Diese Reihenfolge ist der Grund, warum manche Läden nach fünf Jahren aufgeben und andere nach zwanzig nur einen Nachstrich brauchen.
Die Holzwahl an der Wetterseite
Für bewitterte Bauteile kommen Hölzer in Frage, die von Natur aus dauerhaft sind — Eiche, Lärche und Robinie stehen hier weit oben, weil sie auch ohne dauernden Schutzfilm Feuchtigkeit und Pilzbefall standhalten. Weichhölzer sind günstiger, brauchen aber eine gepflegte Beschichtung und verzeihen Vernachlässigung schlechter.
Wo es sich anbietet, greifen wir auf heimische Hölzer zurück. Bei historischer Bausubstanz hat das zusätzlich den Vorteil, dass Farbton und Struktur zum Bestand passen. Welche Holzart im konkreten Fall sinnvoll ist, hängt an Ausrichtung, Dachüberstand und daran, wie oft nachgepflegt werden soll — das besprechen wir vor der Bestellung.
Nachbau historischer Läden
Bei alten Häusern ist der Fensterladen ein prägendes Element: Lamellenneigung, Rahmenbreite, die Art der Verriegelung und die schmiedeeisernen Beschläge bestimmen den Charakter der Fassade. Wir bauen vorhandene Läden nach, ergänzen fehlende Stücke passend zum Bestand und arbeiten mit den vorhandenen Beschlägen weiter, wo sie noch tragen.
Beim Weingut von Winning in Deidesheim gehörten die Fensterläden zur Kernsanierung — nachgebaut nach historischer Vorlage, zusammen mit Fenstern und Türen des Gebäudes.
Neue Läden nach Maß
Klappläden, Schiebeläden oder Jalousieläden — Lamellenform, Rahmen und Beschlag stimmen wir auf Fassade und Fenster ab.
Nachbau nach Bestand
Fehlende oder zerstörte Läden ergänzen wir passgenau zum vorhandenen Bestand, samt originalgetreuer Profilierung.
Aufarbeitung
Vorhandene Läden abbeizen, schadhaftes Holz ergänzen, Beschläge gängig machen und neu beschichten — oft die wirtschaftlichere Lösung.
Häufige Fragen
Eiche, Lärche und Robinie sind von Natur aus dauerhaft und deshalb die erste Wahl für stark bewitterte Läden. Sie kommen auch dann noch längere Zeit zurecht, wenn die Beschichtung einmal überfällig ist. Weichhölzer wie Fichte oder Kiefer sind günstiger, brauchen dafür einen intakten Anstrich und regelmäßige Kontrolle.
Läden sind stärker bewittert als Fenster, entsprechend kürzer sind die Abstände — je nach Ausrichtung etwa alle vier bis sieben Jahre. Der Blick auf die Unterkanten und die Hirnholzstellen verrät es zuerst: Dort zieht Wasser als Erstes ein. Wer nachstreicht, bevor die Beschichtung aufreißt, spart sich den kompletten Neuaufbau.
Häufig ja. Rahmen und Lamellen sind oft im Kern gesund, während die Unterkanten und die Beschläge gelitten haben. Beschädigte Partien lassen sich ausspänen und ergänzen, Lamellen einzeln ersetzen. Wir sehen uns die Läden an und sagen, was sich lohnt — bei durchgängig weichem Holz raten wir zum Neubau statt zu einer Reparatur, die nicht hält.
Ja, und das ist ihr eigentlicher Zweck: Sie halten im Sommer die Hitze vor der Scheibe statt dahinter und wirken deutlich besser als jede innenliegende Verschattung. Dazu kommt der Schutz gegen Sturm und der Sichtschutz. Voraussetzung ist, dass Beschlag und Verriegelung so ausgeführt sind, dass sich die Läden bequem bedienen lassen — sonst bleiben sie offen stehen.
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